Abgewetzt, verknickt, zerbrochen…
Menschen werfen nicht alles weg, was kaputt ist. Wir kleben, flicken, reparieren – oder bewahren auf, obwohl etwas längst keine Funktion mehr hat.
Die gesprungene Lieblingstasse.
Das zerlesene Buch.
Das Stofftier ohne Fell.
Solche Objekte erzählen Geschichten von Verlust, Fürsorge und der Fähigkeit des Menschen, Gegenständen mit Mängeln eine besondere Bedeutung zu verleihen.
Manches geht plötzlich kaputt.
Ein fallen gelassenes Glas, ein reißender Stoff, eine Delle in der Autotür…
Anderes nutzt sich fast unmerklich ab, bis die Spuren der Zeit schließlich sichtbar werden. Und gerade diese langsame Abnutzung erzählt oft von Nähe: von Händen, die etwas immer wieder gehalten haben, von Alltag und Gewohnheit und von der Zuneigung zu den Dingen.
Eine Ausstellung über das Unperfekte
Die Ausstellung KaputtGeliebt versammelt Leihgaben von Privatpersonen und Objekte aus der Museumssammlung, die beschädigt, repariert oder sichtbar gealtert sind und dennoch, oder gerade deshalb aufgehoben wurden. Sie will zum Nachdenken anregen, über die Fragen:
Aus welchen Gründen werden defekte Dinge aufbewahrt?
Wie entsteht persönlicher Wert?
Und sind abgeliebte Dinge am Ende nicht der materielle Beweis dafür, dass wir gelebt haben?
In den Räumen von “KaputtGeliebt” können defekte oder zu reparierende Dinge neu entdeckt werden. Verschiedene elektronische Geräte können aufgeschraubt und wieder “zugebastelt” werden. An einer Schrauben-Wand kann man Werkzeuge austesten und beim “Stofftier-Zirkus” ermöglicht ein Hochsitz mit Ferngläsern eine ganz neue Sicht auf alltägliche Dinge.
Die Ausstellung wird auch durch ein vielfältiges Workshop-Programm zum Thema begleitet, das von Seelsorge, über Reparatur-Aktionen, bis zum Bemalen von Keramik reicht.
Bildergalerie:
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