Ein ganz besonders Projekt wird an diesem Abend eröffnet: Die geodätische Kuppel “Mathe trifft Kultur”. Für den musikalischen Rahmen sorgt an diesem Abend die Band Sasko. Zu diesem Projekt finden Sie etwas weiter unter genauere Informationen.
Weitere Events in der Kuppel finden zwischen 18. Juni und 21. Juni auf der großen Wiese im Luitpoldpark, statt. Dank an den Verschönerungsverein e.V.
Hier das Programm in der Übersicht:
Donnerstag, 18. Juni, um 20 Uhr: Njamy Sitson Musik und Percussion (Kamerun)
Freitag, 19. Juni, 14 Uhr – 17 Uhr: Aktion Rehkitzrettung für Kinder
Euch erwartet ein actionreicher Bewegungsparcours, spannende Quizfragen und interessante Einblicke in die Welt der Rehkitzrettung. Das Programm eignet sich für alle Schülerinnen und Schüler – Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch! Eure Rehkitzrettung Schwabmünchen e.V.
Samstag, 20. Juni, 17 Uhr – 18:30 Uhr: LEWAZi
Samstag, 20. Juni, 20 Uhr: Deutsch-französische Chansons
mit Judith Dölle-Kohn (Gesang) und Sabine Haas (Piano)
Sonntag, 21. Juni, ab 17 Uhr: LEWAZi
Was ist das Besondere an diesem Projekt
Das Gesamtkonzept sieht eine Verschränkung von verschiedenen Bereichen des Lebens vor: das theoretische Wissen aus der Schule wird durch ehrenamtliches Engagement in einem Projekt realisiert, das dann im lokalen Kulturbetrieb im öffentlichen Raum für die Öffentlichkeit erlebbar und für weitere Jahre immer wieder nutzbar ist. Es handelt sich im Endergebnis um den Bau einer geodätischen Kuppel. Eine geodätische Kuppel ist die Konstruktion einer halben Kugel mithilfe einer Gitterstruktur aus Vielecken.
Die Bezeichnung “geodätisch” spielt auf Geodäsie an, in der ebenfalls die Zerlegung in Dreiecke wesentlich ist. Eine geodätische Halbkuppel beispielsweise besteht aus Dreiecken, die zu Fünfecken und Sechsecken zusammengefügt werden, wodurch sich unterschiedliche Winkel oder Seitenlängen bei den Dreiecken ergeben. Geodätische Kuppeln eignen sich aufgrund ihrer effizienten aerodynamischen Form und strukturellen Integrität hervorragend für verschiedene Klimazonen. Sie halten starkem Schneefall, starken Winden und sogar Erdbeben stand. Darüber hinaus ermöglicht ihre Konstruktion eine effiziente Luftzirkulation, sodass sie sowohl an heiße als auch an kalte Klimazonen angepasst werden können. Damit ist die geodätische Kuppel, die gerne als stabilste Form im Universum bezeichnet wird, nicht nur geometrisch und technisch, sondern auch für die bauliche Nutzung ein gutes Beispiel.
Die für Schwabmünchen geplante Kuppel soll ca. 12-14m Durchmesser und 7m Höhe besitzen. Sie soll als Installation an sich, aber auch als Treffpunkt und Erlebnisraum im öffentlichen Raum aufgestellt sein und wird für kulturelle Aktivitäten (Lesungen, Konzerte, Bürger-Aktionen etc.) bespielt.
Im Leonhard-Wagner-Gymnasium Schwabmünchen werden im Vorfeld im P-Seminar „Mathematik“, Lehrkraft Armin Mattler, die mathematischen und konstruktionsrelevanten Wissensinhalte für die Planung einer geodätischen Kuppel vermittelt. Die Herstellung der einzelnen Materialbausteine wird über die ortsansässige Schreinerei Lehle abgewickelt.
Die Schülerinnen und Schüler des Leonhard-Wagner-Gymnasiums werden diese Kuppel dann selbst vor Ort zusammenbauen. Das heißt, der Entstehungsprozess findet als Teamarbeit unter den Augen der Öffentlichkeit statt. Die Entstehung und der Bau wird inhaltlich mit Informationen zur geodätischen Kuppel-Konstruktion, ihren Nutzungsmöglichkeiten und ihren Vor- und Nachteilen im öffentlichen Raum entsprechend aufbereitet.
Die Herstellung und die ehrenamtliche Vorarbeit sowie die Auf- und Abbauarbeiten wurden unterstützt vom Begegnungsland Lech-Wertach e.V.